Katzenerziehung - Worauf muss ich achten?

Ihre Katze zerkratzt Ihr Sofa, Ihre Stühle und Ihren Tisch? Essen ohne, dass Ihr Kätzchen sich eindrängt ist unmöglich? Und Ihre Katze liebt es mit ihren Krallen an Ihren geliebten Vorhängen hochzuklettern? Katzenerziehung, ist ein Ding der Unmöglichkeit?

Dabei ist gerade die Erziehung für ein harmonisches Zusammenleben zwischen Mensch und Tier so wichtig. Was viele Katzenbesitzer nicht wissen, Sie können zur Erziehung ihres Stubentigers Einiges beitragen. Geduld und klare Regeln sind hier das A und O.

Sie möchten wissen, wie Sie Ihre Katze richtig erziehen können? In diesem Artikel erfahren Sie , wie Sie in wenigen Schritten das Vertrauen Ihrer Katze gewinnen und welche Tipps und Tricks Ihnen das Leben erleichtern können bzw. welche Fehler und Konsequenzen Sie vermeiden sollten für eine gesunde Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Kätzchen.

Grundlagen zur Katzenerziehung

Die Katzenerziehung und das Verhalten des Tieres setzt im besten Fall bereits im Kitten Alter ein. Die Sozialisation wird hierbei von der Katzenmutter übernommen. Daher hat es einige Vorteile, wenn Katzenbabys mindestens 12 Wochen bei Ihrer Mutter leben. Die Katzenmutter kann etwas, dass man als Katzenbesitzer mit Sicherheit nie können wird: Katzensprache.

Im neuen Zuhause angekommen sammelt das Tier in den ersten Stunden wichtige Erfahrungen. Es testet seine Grenzen im neuen Revier. Die Katze orientiert sich dabei an die Vorgaben des Menschen. Daher ist bei der Katzenhaltung sehr wichtig, dass man von Anfang an zu Konsequenzen greift und Dinge die nicht in Ordnung sind der Kitten auch so vermittelt.

Die Fellnasen testen gerne wie weit sie gehen können und stellen so die Geduld des Menschen gekonnt auf die Probe. Der wichtigste Tipp bei einer richtigen Erziehung ist Behutsamkeit.

Unterschiede zur Hundeerziehung

Es gibt zwei große Unterschiede zwischen der Erziehungsweisen. Anders als Hunde sind Katzen Einzelgänger und haben ihren eigenen Kopf. Sie mögen es nicht, wenn man ihnen Kommandos gibt. Zu beachten gilt, seien Sie Vorsichtig was die Maßnahmen der Bestrafungen angeht. Man sollte bei Katzen immer nur belohnen, aber niemals Bestrafungen vornehmen. Der Schlüssel bei der Katzenerziehung liegt definitiv darin die Katze positiv zu Bestärken.

Durch Bestrafungen wie beispielsweise einen Klaps auf den Po oder einen Spritzer Wasser ins Gesicht verlieren Sie das Vertrauen Ihrer Katze. Erwischen Sie Ihre Katze bei einer Schandtat, hilft kein Geschrei der Welt die Katze davon wegzubringen, geschweige denn sie davor zu bewahren dies erneut zutun. Bringen Sie lieber Ihre Samtpfote mit einem Spiel auf andere Ideen. Wenn Ihr Kätzchen beispielsweise gerade dabei ist, Ihr Sofa zu zerkratzen, verleiht dies viele Besitzer zu einem lauten Schrei, es wäre jedoch viel Ratsamer die Katze abzulenken zum Beispiel durch ein werfen Ihres Lieblingsspielzeuges.

Regeln gekonnt vermitteln

Mit Ihrer Katze kooperieren? Klingt absurd, ist es aber ganz im Gegenteil. Wichtig bei der Katzenerziehung ist, dass Sie Obacht auf deren Charakter und Temperament geben. Unterschiede müssen auch zwischen Katzenrassen, Altersklassen und Vorbesitzern gemacht werden.

Haben Sie Ihre Samtpfote beispielsweise von einem anderen Vorbesitzer, so hat die Katze bereits einige Erziehungsmaßnahmen kennenlernen dürfen, in diesem Fall ist es wichtig die Regeln in dem neuen zuhause des Stubentigers von Anfang an klar aufzuzeigen.

Haben Sie eine Kitten, welcher der Gang aufs Katzenklo noch nicht allzu geläufig ist, so können Sie das Tier durch Futter dazu bringen. Denn wie bei den meisten Haustieren, ist deren Liebe zu Leckerlies so groß, dass sie sich dadurch zu gewissen Verhaltensweisen überzeugen lassen.

Schwieriger wird es Ihrem Kätzchen negatives Verhalten abzugewöhnen. Doch auch das kann mit Geduld und gewissen Tricks erreicht werden. Seit Sie Ihren Stubentiger haben ist in Ruhe essen nahezu unmöglich geworden? So wäre die richtige Konsequenz das Tier während der Zeit des Essens in ein anderes Zimmer zu bringen. Durch diese Art von Maßnahmen spürt die Fellnase, dass seine Verhaltensweise nicht in Ordnung war.

Wie gewöhne ich meiner Katze etwas ab?

Ihr Kätzchen zieht gerne an Vorhängen, genießt das Kratzen an Ihren Stühlen, Tischbeinen oder Türen. Diese Themen kann einen Besitzer schnell verärgern und das Zusammenleben erschweren. Zunächst ist das wichtigste zu verstehen, dass Ihre Katze dies nicht macht um Sie zu verärgern. Für das Tier ist es vielmehr eine Art Spiel um seine eigenen Bedürfnisse zu stillen, denn Katzen sind und bleiben Raubtiere.

Wenn Sie das Vertrauen Ihrer Katze nicht verlieren möchten ist es ratsam, wie bereits erwähnt nicht laut, geschweige denn Handgreiflich der Katze gegenüber zu werden. Hängt Ihre Katze beispielsweise an einem Vorhang, so nehmen Sie den kleinen Stubentiger und zeigen Sie ihm seinen Kratzbaum und, dass man an diesem mindestens genauso gut Klettern kann.

Möchten Sie nicht, dass Ihre Katze bei Ihnen im Bett schläft, so zeigen Sie der Fellnase wo sie Platz nehmen darf. Wichtig ist, dass Sie Ihrem Stubentiger zeigen, was für Sie in Ordnung ist, und was Sie eher nicht möchten.

Prinzipiell kann man sagen: Ihrer Katze ist langweilig, daher macht macht sie gerne auch Dinge, welche für Sie als Besitzer unbegreiflich sind. Stellen Sie die Taten auch in Frage, eventuell macht Ihre Katze dies um Aufmerksamkeit zu bekommen? Es ist Essentiell, dass Sie Ihrer Katze Liebe und Zuneigung schenken und auch Spiele spielen.

Wenn die Erziehung nichts mehr nützt

Die Haltung Ihrer Katze erschwert ihr Leben enorm? Verhaltensweisen wie Urinieren in jeder Ecke, das Durchschreien jede Nacht oder aggressives/ verwirrtes Verhalten kann für alle Beteiligten eine große Belastung sein.

Zögern Sie nicht, einen Experten aufzusuchen. Vieles kann Ihnen ein Experte besser erklären und Ihnen die notwendigen Informationen liefern bzw. auch mögliche körperliche Krankheiten Ihres Stubentigers ausschließen oder aber diagnostizieren. Ein Experte stellt Sachen in Frage, welche einem Katzenbesitzer gar nicht auffallen würden und kann Ihnen hier bei der richtigen Haltung Ihrer Katze zur Hand sein.

Das sollten Sie vermeiden!

Menschen neigen dazu Ihre Katzen am Nacken hochzuziehen, vor Allem wenn die Katze "Mist" gemacht hat. Es ist zwar richtig, dass Katzenmütter Ihre Kitten auf diese Art tragen, jedoch sollten Sie diese Methode nicht imitieren, denn dies ist für Ihre Katze sehr gefährlich. Dieser Griff kann Schäden an dem Bindegewebe oder an den Muskeln Ihrer Fellnase als Folge haben. Zudem kann es zu Stress im Körper der Katze führen, denn dieser Griff wird in der Natur auch von Raubtieren zum Überfall so fabriziert.

Ihre Katze hat ihr "Geschäftchen" auf Ihrem teuren Teppich hinterlassen? Hier neigen viele Besitzer dazu die Nase Ihrer Katze in das Urin oder den Kot zudrücken. Doch diese Art von Konsequenz schadet lediglich Ihrer Beziehung. Zeigen Sie der Katze viel mehr erneut wo Ihr Katzenklo ist und ändern Sie so die Verhaltensweisen Ihres kleinen. Ist Ihre Fellnase bereits ausgewachsen und eigentlich Stubenrein? So hinterfragen Sie lieber dieses Verhalten, denn die Samtpfoten verschmutzen ihre Umgebung nicht absichtlich. Auslöser könnten Krankheiten oder Stress sein.

Egal was Ihre Katze getan hat, bitte nicht anschreien. Sie schaden damit Ihrem Haustier, denn Katzen haben ein unheimlich sensibles Gehör. Eine laute Stimme würde hier der Katze schmerzen zurichten und Stress auslösen. Kleiner Tipp: verändern Sie Ihre Stimmlage in einen strengen Ton, ohne dabei laut zu werden.

Ihre Katze hat während Sie nicht zuhause waren etwas angestellt? So bringt es nichts mehr im Nachhinein zu Schimpfen oder Ihren Stubentiger zu bestrafen. Das wichtigste beim Schimpfen ist das Timing. Sie müssen hier sofort agieren. Denn andernfalls versteht sie nicht, wofür sie bestraft wird.

Den größten Fehler aber welchen Sie bei Ihrer Katzenerziehung begehen können ist Gewalt anzuwenden. Egal wie sehr Sie die Kratzer am Tischbein, Sofa oder die zerstörte Vase auch stören mögen. Durch dieses Verhalten zerstören Sie das Vertrauen Ihrer Katze für immer und diese Erfahrung würde Ihre Katze Ihnen niemals vergessen.

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