Tipps und Tricks für die Katzenpflege

Wie muss man eine Katze pflegen? Stubentiger sind an und für sich leicht zu halten. Katzen sind Freigänger, unabhängig und kümmern sich meist ganz alleine um ihre Pflege. Dennoch werden Katzenhalter nicht um einige Basics der Katzenpflege herumkommen: 

Hierzu zählt unter anderem wöchentlich Bürsten von Langhaarkatzen, die regelmäßige Krallenpflege der Samtpfoten sowie das berüchtigte Katzenbad. Mehr zu den Themen Pflege, Fell, Tierarztbesuche und Trockenfutter vs. Nassfutter im folgenden Ratgeber.

Die richtige Krallenpflege bei Katzen

Die Krallenpflege erledigt sich bei richtiger Haltung meistens von selbst. Wenn es sich bei den Katzen um Freigänger mit viel Auslauf handelt und die Katze selbst dazu noch einen Kratzbaum in der Wohnung hat, muss der Katzenhalter im Regelfall nichts mehr unternehmen. Dennoch gilt es, regelmäßig die Krallen der Katze richtig zu kontrollieren. 

Falls die Krallen gestutzt werden müssen, sollten sich Katzenhalter vorab beim Tierarzt über die richtige Stutztechnik informieren. Denn was viele nicht wissen:Krallen haben ebenfalls Gefäße und Nerven, die beim Stutzen keinesfalls verletzt werden sollten.Wichtig ist hierbei, Werkzeuge wie Nagelknipser zu benutzen, um die Verletzungsgefahr zu minimieren. 

Beim Stutzen sollte die Katze in eine angenehme Position gebracht werden. Beim eigentlichen Knipsen muss darüber hinaus darauf geachtet werden, dass die Katze ihre Pfote nicht wegzieht. Daher gilt es, die Pfote mittig festzuhalten, um möglichen Verletzungen vorzubeugen.  

Im besten Falle sollte man die Stubentiger schon früh an die Prozedur gewöhnen, denn hierbei handelt es sich um eine unangenehme Erfahrung für die Katze.

Viele Haare erfordern Fellpflege

Die Fellpflege zählt generell zu den leichteren Aufgaben eines Katzenhalters und ist nicht nur aus optischen Gründen sinnvoll, sondern kann auch dabei helfen, Parasiten, Infektionen oder andere Hauterkrankungen frühzeitig zu erkennen. 

Die Pflege des Fells lässt sich auch wunderbar mit Streicheleinheiten verbinden, was zur Beziehung zwischen Halter und Katze beiträgt. Deshalb sollten Katzenhalter regelmäßig das Fell der Stubentiger bürsten. Hierbei hängt die Intensität und Dauer maßgeblich von der Beschaffenheit des Fells ab. 

Je nachdem, um welche Rasse und welche Fellbeschaffenheit es sich handelt, kann die Fellpflege unterschiedlich ausfallen. Hier sollte man mit dem Tierarzt bzw. Katzenzüchter sprechen, um mehr Informationen bzgl. der richtigen Fell- und Katzenpflege zu erhalten.

Während es beispielsweise bei Rassen wie Britisch Kurzhaar völlig ausreicht, wöchentlich nur einmal leicht übers Fell zu bürsten, benötigen Langhaarkatzen ein wenig mehr Zeit und Aufmerksamkeit. 

Zudem ist es wichtig, beim Bürsten und der Pflege so sanft wie möglich vorzugehen, um Ziepen und anderen Unannehmlichkeiten vorzubeugen. 

Die einzelnen Sitzungen können schrittweise verlängert werden, damit die Katze ausreichend Zeit bekommt, um sich an die Fellpflege zu gewöhnen. 

Katzenbad: So lässt sich Stress für Katze und Halter vermeiden

Ist es gut Katzen zu baden? Ein Katzenbad gehört wohl zu den unangenehmsten Aktivitäten sowohl für die Katze als auch für den Halter. Während einige Katzen keine Probleme mit Wasser haben, verwandeln sich andere Katzen wiederum zu Raubtieren und wehren sich mit Händen, Fuß und gelegentlich auch Krallen gegen das Katzenbad. 

Was sollten Tierhalter unternehmen, wenn ihr Liebling aggressiv oder ängstlich reagiert? Zuallererst sollte festgestellt werden, ob ein Katzenbad überhaupt nötig ist. Denn viele Katzen brauchen an und für sich überhaupt kein Bad. Bei Katzen handelt es sich nämlich um äußerst reinliche Tiere, die täglich mehrere Stunden mit der Fellpflege verbringen. 

Falls die Katze doch einmal mit einem sehr verschmutzten Fell nach Hause kommen sollte, genügt es im Regelfall, die Katze mit einem angefeuchteten Tuch abzuwischen. Sollte der Schmutz nicht zu fest mit dem Fell verklebt sein, kann die Katze die Verschmutzung in den meisten Fällen selbst reinigen. Ein Katzenbad ist deshalb erst dann nötig, wenn das Tuch nicht mehr ausreicht und sich die Katze nicht mehr selbst säubern kann.

Um die Katze nicht unnötig zu stressen, empfiehlt es sich, bereits im Vorfeld alle wichtigen Utensilien bereitzuhalten und ein möglichst angenehmes und ruhiges Klima zu schaffen. Katzenhalter sollten kein reguläres Shampoo, sondern spezielles Katzenshampoo verwenden, um die Haut der Katze zu schonen. Wichtig ist auch, dass das Shampoo nicht an empfindliche Stellen, wie die Augen und Ohren der Katze kommt. 

Einige Halter möchten das Bad mit einer Ohrenpflege verbinden. Von einer Ohrpflege, Ohrstäbchen, etc. ist aber dringend abzuraten und sollte nur dann durchgeführt werden, wenn hierzu ein medizinischer Grund vorliegt. Dies gilt es im Vorfeld mit dem Tierarzt abzusprechen.

Nachdem die Katze gereinigt wurde, sollte sie anschließend mit einem warmen Handtuch abgetrocknet werden. Hierbei sollte man es erneut der Katze so bequem wie möglich machen, um den Stressfaktor zu reduzieren. 

Regelmäßige Arztbesuche als Teil der Katzenpflege

Selbst die beste Katzenpflege kann regelmäßige Besuche beim Tierarzt nicht ersetzen. Zuallererst können Katzenhalter selbst zur Gesundheit beitragen und ihre Katzen regelmäßig oberflächlich untersuchen. Die Katze sollte beispielsweise mit den Händen nach Kratzern, Wunden oder auch Beulen abgetastet werden. 

Daneben genügt ein Blick ins Ohr, um nach Rötungen oder anderen Merkmalen Ausschau zu halten. Zudem sollte natürlich auch das Fell der Katze auf mögliche Parasiten untersucht werden. Sollte der Besitzer hierbei etwas Ungewöhnliches feststellen, gilt es, den Tierarzt schnellstmöglich aufzusuchen. 

Jeder wird wissen, dass Katzen ganz unterschiedlich auf Tierarztbesuche reagieren. Für die meisten Katzen ist der Besuch jedoch mit erheblichem Stress verbunden. Da Katzen die Schmerzen einer Spritze nicht mit der Linderung in Verbindung bringen können, wehren sich einige Katzen mitunter heftig gegen die Untersuchung des Tierarztes. 

Glücklicherweise bringen Tierärzte die nötige Erfahrung mit, um die Haustiger zu bändigen und den Stresslevel gleichzeitig so gut es geht zu senken. Routineuntersuchungen beim Tierarzt sollten regelmäßig vorgenommen werden. Der Gang zum Tierarzt kann einfach mit einer Impfung verbunden werden. Katzen sollten bereits früh gegen Krankheiten wie Katzenseuche, Katzenschnupfen und auch gegen Tollwut geimpft werden, um nur einige zu nennen. 

Auf Impfungen sollte keineswegs verzichtet werden, auch wenn es sich um eine Hauskatze handelt, da sich immer Möglichkeiten finden, wie die Katze mit Krankheitserregern in Berührung kommen kann.

Die richtige Ernährung der Katze

Selbst, wenn alle genannten Punkte befolgt werden, tut dies nur wenig zur Sache, wenn die Katze falsch ernährt wird. 

Die richtige Ernährung der Tiere ist ein ganz eigenes Thema für sich und kann hier nur kurz angeschnitten werden. Tierhalter sollten sich darüber bewusst sein, dass die richtige Ernährung genauso, wenn nicht noch wichtiger als die eigentliche Katzenpflege ist. 

Was ist gut für Katzenzähne? Viele Tierhalter sind der Meinung, dass Katzen nicht mit Fertignahrung ernährt werden sollten. Hierbei handelt es sich jedoch um ein Gerücht. Katzen können sehr wohl mit Nahrung aus dem Supermarkt ernährt werden, um hierdurch alle nötigen Nährstoffe zu erhalten. Hierbei ist es jedoch wichtig, unbedingt darauf zu achten, dass das Futter als Alleinfuttermittel gekennzeichnet ist. Nur hierdurch kann sichergestellt werden, dass die Katze alle nötigen Nährstoffe erhält, die sie für eine gesunde Entwicklung benötigt. 

Bei der Frage Nass- oder Trockenfutter ist Nassfutter vorzuziehen, weil die Katze hierdurch gleichzeitig genügend Wasser zu sich nimmt. Trockennahrung sollte unbedingt mit einer ausreichenden Wasserzufuhr einhergehen.

Die richtige Pflege braucht Gewohnheit

Wer sich bis hierhin alles durchgelesen hat, könnte meinen, dass es sich bei der Katzenpflege um sehr viel Arbeit handelt. Dies ist jedoch nur teilweise richtig. Genauso, wie sich Menschen täglich Zeit für die Körperpflege, inklusive Ohren, Augen, Haare, Zahnpflege, etc. nehmen, sollten auch Tierhalter täglich ein wenig Zeit in die Pflege ihrer Liebsten stecken. . 

Bereits wöchentliches Bürsten kann dabei helfen, eine gewisse Routine in die Katzenpflege zu bringen und das Tier bei der Reinigung zu unterstützen. Somit bleibt der Liebling gesund und munter bis ins hohe Alter. 

Denn eines ist sicher: Wer mehr Zeit in das Wohlergehen seines Lieblings steckt, trägt auf Dauer zum allgemeinen Wohlbefinden der Tiere bei. Wir hoffen, dieser Ratgeber konnte allen Katzenliebhabern einige Einblicke rund um die Themen Katzenpflege und Gesundheit geben.

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